Ist da wirklich alles so schön? oder auch Abschlussbericht

Ist da wirklich alles so schön ?

In Norwegen ist wirklich vieles schön, ganz besonders die Landschaft und die gelassene Gastfreundschaft der Menschen. Beides bedingt sich anscheinend auch irgendwie. Wenn man alle Bewohner des Ruhrgebiets zusammen nimmt, dann hat man so viele Menschen wie in Norwegen wohnen. Es ist dort also viel mehr Platz für die großartige Landschaft wie man auf dem ein oder anderen Foto in meinem Blog sieht.

Ob ich das nun vermisse? Einerseits fehlt mir schon manchmal diese Stille und Ruhe und das Gefühl ständig mitten in der Natur sein, aber ich bin ganz froh nicht mehr jeden Tag den Berg hoch zu müssen und es gefällt mir auch, dass ich mit Auto, Bus oder Bahn schnell und unkompliziert überall hinfahren kann. Andererseits hat mich diese Zeit gelehrt, die Natur um mich herum wieder deutlicher wahrzunehmen und ich bin angefangen, im Bergischen Land auf Wanderungen zu gehen. Auch wenn viele Norweger mich ganz selbstverständlich danach gefragt haben, so habe ich immer noch nicht vor auszuwandern.

Von der norwegischen Gelassenheit hoffe ich mir ein Stückchen bewahren zu können. Das gelingt mir bisher, also sechs Wochen nach meiner Rückkehr, immer noch gut. Das habe ich also in dieser Zeit in Norwegen gelernt.

Was habe ich in sechs Wochen an einer anderen Schule sonst noch mitnehmen können? Durch tägliches Anwenden habe ich meine Englischkenntnisse festigen und teilweise auch erweitern können. In Norwegen haben die Schüler mit Eintritt in die Schule ab der ersten Klasse Englischunterricht. Zudem werden im Fernsehen und Kino viele Filme oder Serien im englischen Originalton gezeigt. Es entsteht der Eindruck die Norweger lernen Englisch „einfach so“. Dennoch habe ich den norwegischen Schüler/innen verschiedene Aspekte insbesondere Lerntechniken (https://frauhartkopf.wordpress.com/2015/08/27/wie-lerne-ich-vokabeln-circle-training/) nahe bringen können.

Ich habe leider nicht „einfach so“ Norwegisch gelernt sondern mithilfe eines kostenlosen, digitalen Sprachkurses (http://www.ntnu.edu/now). Darüber hinaus habe ich gelernt, die Norweger zu verstehen, nicht nur was sie sagen, sondern auch wie sie ticken. Diese Kenntnisse der Kultur, die man erst durch Erfahrungen vor Ort gewinnt, helfen bei der zukünftigen Zusammenarbeit beider Schulen. Auf einige Punkte, die mir besonders jetzt nach meiner Rückkehr auffallen, bin ich hier (Was ist anders? Was ist gleich? Teil 2) noch näher eingegangen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich insgesamt sechs Wochen dort in dem Städtchen Egersund in Südwestnorwegen leben und unterrichten konnte. Es war eine erfahrungsreiche und lohnenswerte Zeit. Ich kann nur jedem, der Interesse hat, zu einem solchen Lehraufenthalt raten und ich freue mich, hoffentlich im nächsten Jahr eine Lehrperson aus Egersund zum Austausch in Duisburg begrüßen zu dürfen.

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